Tipps und Wissen für Tierfreunde

Behandlungsempfehlung mit Calmex an Silvester


Da leider die Beruhigungstabletten der letzten Jahre nicht mehr auf dem deutschen Markt erhältlich sind, sind wir gezwungen auf andere Medikamente auszuweichen.


Calmex ist ein pflanzliches Medikament, welches bei leichten bis mittelgradigen Angstzuständen innerhalb von 30 bis 60 Minuten eine Wirkung entfaltet. Die Wirkung hält ca. 4-6 Stunden an. Anders als das bisherige Medikament führen diese Kapseln jedoch nicht zu einem Schlafzustand, sondern zu einem etwas weniger angsterfülltem Empfinden.


Sollte ihr Liebling auch die Tage vor Silvester schon Ängste haben, empfiehlt es sich die Kapseln in der normalen empfohlenen Dosis alle 4-6 Stunden zu verabreichen. Also 3 mal über Tag verteilt.


Am Silvesterabend sollte (zusätzlich) ca. 1 bis 1,5 Stunden vor Mitternacht die doppelte Menge der normalen empfohlenen Dosis verabreicht werden.


Je nach Bedarf darf auch die ersten Tagen nach Silvester dieses Produkt mehrmals täglich verabreicht werden. Ein Ausschleichen des Medikamentes ist nicht notwendig, da keine Abhängigkeit entwickelt wird.

 

 

EBOLA -

auch eine Gefahr

für unsere Lieblinge?

 

 

 

 

Aktuelle Zahlen der WHO besagen, dass schon 5.000 Menschen an EBOLA gestorben und ca 10.000 weitere Menschen infiziert sind. Gestartet ist diese Epidemie in Westafrika, aber aufgrund von Reisenden und Helfenden befindet sich dieses Virus nun auch schon in Europa und den USA.

 

Vielleicht haben Sie es gehört?

In Spanien wurde der Hund einer mit EBOLA-infizierten Krankenschwester einfach von der Regierung eingeschläfert! War dies richtig?

 

Was wissen wir denn zum  jetzigen Zeitpunkt über diese Infektion?

 

EBOLA wird durch den Kontakt mit den Körperflüssigkeiten erkrankter Menschen übertragen. Eine Übertragung durch die Luft scheint ausgeschlossen.

Im Jahre 2005 konnte nachgewiesen werden, dass Hunde nach dem Kontakt mit dem EBOLA-Virus Abwehrstoffe bilden, jedoch erkranken die Hunde nicht an dieser Infektion!

Auch gelang es bisher nicht , in den Körperflüssigkeiten infizierter Hunde, den Virus nachzuweisen, was eine Übertragung vom Hund auf den Menschen unwahrscheinlich macht.

 

War also die Einschläferung des Hundes in Spanien gerechtfertigt?

Nach dem heutigen Wissenstand eindeutig NEIN!!!

 

Für unsere Katzen gibt es derzeit keine genaueren Erkenntnisse. Es ist jedoch zu vermuten, dass es sich ähnlich wie beim Hund verhält.

 

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass von EBOLA für unsere Lieblinge selbst keine Gefahr ausgeht, noch dass unsere Haustiere als mögliche Überträger für uns Menschen fungieren!!!

 

Herbstzecken - erhöhte Infektionsgefahr !

 


Die Anzahl der Zecken ist im Herbst zwar geringer als im Frühjahr, aber dafür ist der Anteil der mit gefährlichen Erregern infizierten Parasiten in dieser Jahreszeit besonders hoch. Die Zecken können also auch im Spätsommer und Herbst den Hund mit akuten bis tödlich verlaufende Krankheiten infizieren. Beispiele für solche Krankheiten sind die Borreliose, die Anaplasmose sowie die Babesiose.

Während die Borreliose und die FSME als gefährliche durch Zecken übertragene Krankheiten schon seit langem bekannt sind, galt die Babesiose bis vor kurzem noch als eine Krankheit, welche ausschließlich in südeuropäischen Ländern vorkommt. Die mit den Erregern der Babesiose infizierten Zecken sind jedoch mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet ! Und bei der Anaplasmose handelt es sich um eine eher neuartige Erkrankung, von der wir erst seit wenigen Jahren wissen.

 

Babesiose = Hundemalaria

 
Die Babesiose wird in Deutschland durch die Auwaldzecke (Dermacentor reticularis) übertragen. Der Erreger (Babesia canis) zerstört die roten Blutkörperchen und führt dadurch zur Blutarmut und Gelbsucht. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 3000 bis 4000 Hunde an dieser gefährlichen Hundekrankheit. Unbehandelt stirbt der Hund in der Regel nach wenigen Tagen. Selbst bei behandelten Hunden ist die Todesfallrate noch hoch. Etwa jeder 10. Hund stirbt trotz Behandlung an dieser gefährlichen Infektion. Zur Behandlung dieser Erkrankung muß extra ein Medikament aus dem Ausland nach Deutschland eingeführt werden. Der Patient bekommt 2 Injektionen im Abstand von 14 Tagen. Im besten Fall ist der Hund danach geheilt.

 

 

Anaplasmose = granulozytäre Ehrlichiose

 

Dieser Erreger (Anaplasma phagocytophilium) wird durch den Holzbock (Ixodes ricinus), die häufigste in Deutschland vorkommende Zeckenart, übertragen. Diese Bakterien befallen die weißen Blutzellen des Hundes und zerstören sie. Die Symptome sind Fieber, Gewichtsverlust, Schlappheit, Wasseinlagerungen in den Beinen, Beeinträchtigungen des Zentralnervensystems, Blutbildveränderungen und auch Gelenksentzündungen. Die Behandlung erfolgt durch die Gabe des Antibiotikums Doxycyclin über einen Zeitraum von mindestens 14 Tage. 

 

 

Borreliose

 
Die Borreliose wird ebenfalls durch den Holzbock übertragen. Sie ist die am weitesten verbreitete Zeckenkrankheit. Ihre Erreger sind schraubenförmige Bakterien (Borrelien), die in ganz Deutschland vorkommen. Die Wahrscheinlichkeit das Zecken Borrelien infiziert sind, ist im Herbst größer als im Frühjahr. Die Borrelien werden jedoch nicht sofort beim Biss übertragen. Erst durch die Aufnahme von körperarmen Blut durch den ersten Saugakt werden die Erreger in der Zecke aktiviert und erst ca. 24 - 48 Stunden nach dem Biss auf den Hund übertragen. Je nach Region sind bis zu 50 Prozent der Zecken mit Borrelien infiziert. Die Borreliose kann beim Hund unter anderem Gelenkentzündungen verursachen, die ein wechselseitiges Lahmen mit Fieberschüben bewirken. Es gibt verschiedene Borrelienarten, welche auch unterschiedlich starke Erkrankungen auslösen. Seit Jahren schon kann man seinen Hund vor einer Borrelieninfektion durch eine Impfung schützen.

Diese Impfung kann nach einer Grundimmunisierung ganz normal im jährlichen Rhythmus mit der normalen Impfung angewendet werden. Ganz neu gibt es nun auch einen Impfstoff gegen Borrelien, welcher gegen alle wichtigen Borrelienarten sicher schützt (Merilym3). Daher fragen Sie ihren Tierarzt bei der Borrelioseimpfung, ob er auch den neusten Impfstoff verwendet.

Die Borreliose gilt als nicht heilbar. Ist ihr Liebling erst einmal mit diesen Erregern infiziert, wird er sie nie wieder los. Jederzeit kann diese Krankheit wieder und wieder ausbrechen. Bei erkennbaren Krankheitssymptomen besteht die Therapie in einer mehrwöchigen Antibiotikatherapie mit Doxycyclin.

 

 

FSME = Frühsommer-Meningoenzephalitis

 
Auch diese Erkrankung wird durch den Holzbock direkt beim Biss übertragen. Es handelt sich um eine Viruserkrankung, welche für den Menschen besonders gefährlich ist und eine Gehirnhautentzündung hervorruft. Beim Hund hingegen verursachen sie nur sehr selten Symptome. Beim Menschen gibt es eine empfohlene Schutzimpfung.

 

 

Vorbeugen ist besser als behandeln !!!

 


Was können Sie nun zum Schutz ihres Lieblings tun?

 

Der beste Schutz vor Zecken und damit auch gegen die von Zecken übertragenen Krankheiten besteht in der Benutzung eines abweisenden und abtötenden Produktes und sollte von Ende Februar bis Ende November aufgetragen werden. Bei Reisen in südliche Ländern sollten diese Medikamente sogar das ganze Jahr über verwendet werden. Da die Zecken ihre gefährlichen Erreger zum Teil schon direkt beim Biss auf den Hund übertragen können, ist das Absammeln kein sicherer Schutz. Viel zu groß ist die Wahrscheinlichkeit, einzelne infizierte Zecken zu übersehen oder erst nach Tagen zu entdecken, so das eine Infektion mit den Erregern schon stattgefunden hat. Um einen nahezu 100 % igen Schutz gegen die Borreliose zu erreichen, sollte man zusätzlich zum Anwenden eines zeckenabweisendes Produkt seinen Hund gegen Borrelien schutzimpfen lassen. Und dies möglichst schon als Welpe, damit keine Zecke die Chance hat, dass Leben ihres Lieblings unheilbar zu belasten.

Jetzt werden Sie sich fragen, warum soll ich meinen Hund dann nicht nur gegen Borreliose impfen und das zeckenabweisende Medikament weglassen? Leider reicht es nicht, denn wenn nur geimpft wird, kann die Zecke noch alle anderen Krankheiten übertragen, nur halt eben die Borrelien nicht. Aber auch die anderen Erreger sind schlimm und sollen nicht meinen Hund befallen.

Die besten Produkte zum Schutz gegen Zecken besitzen also eine zweifache Wirkung und schrecken die Parasiten sowohl ab, wirken jedoch auch abtötend. Diese Medikamente werden als Spot on Präparate an einem oder mehreren Punkten direkt auf die Haut aufgetragen und verteilen sich von selbst über den gesamten Hundekörper. Alternativ gibt es diese Medikamente auch als Halsbänder. Diese Wirkstoffe sind fettlöslich und verbinden sich mit dem Fettfilm der Haut. Sie verteilen sich so gleichmäßig über den Hund und bilden nach kurzer Zeit einen Schutzfilm an den Haaren und der oberen Hautschicht. Sie werden nicht vom Wasser aus der Haut ausgewaschen. Gelegentliches Baden oder Schwimmen vermindern also ihre Schutzwirkung nicht. Die Wirkung hält in der Regel über 3 bis 4 Wochen an. Bei Hunden ist der am häufigsten verwendete Wirkstoff mit zweifacher Wirkung das Permethrin. Man nimmt an, dass die Zecken beim Rumwandern auf dem Hund auf der Suche nach dem richtigen Platz zum Festsaugen, den Wirkstoff über die Füsse aufnehmen und dass dies zu einem Kribbeln / Brennen an deren Füssen führt und die Zecken dann ohne zu beißen von dem Hund wieder runterspringen, weil es so unangenehm ist. Wird eine Zecken durch Permethrin abgeschreckt, so stirbt sie trotzdem kurze Zeit später und kann sich so nicht mehr an einem anderen Hund oder einen Menschen anheften. Bei empfohlener Dosierung ist dieser Stoff bei Mensch und Hund sicher. So sicher, dass er in Deutschland auch bei Säuglingen ab dem 3. Lebensmonat zur Behandlung der Krätze und zur Bekämpfung von Kopfläusen eingesetzt wird. Er wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Behandlung dieser Krankheiten beim Menschen als Substanz der 1. Wahl empfohlen.

 

 

 

Also benutzen Sie ein sicheres und gutes Zeckenschutzpräparat (z.B. Advantix) und lassen sie ihren Hund gegen Borreliose impfen !

 

 

 

 

 

 

Aber ACHTUNG: bei der KATZE ist dieser Wirkstoff GIFTIG!

 

Denn im Falle, dass sich die Katze diesen Wirkstoff ableckt, kann die Leber der Katze ihn nicht abbauen und es kommt dann zu einer Vergiftung. Daher sollte man in Haushalten, wo Hunde und Katzen gemeinsam miteinander leben, ein wenig aufpassen und gegebenenfalls doch auf dieses tolle Produkt verzichten. Insbesondere dann, wenn bekannt ist, dass die Katze den Hund ableckt oder sie gemeinsam im Körbchen liegen!

 

Wir beraten Sie gerne, wie Sie Ihren Hund optimal und individuell vor Zecken und vor all diesen gefährlichen Krankheiten schützen können.

 

 

Richtige Entwurmung bei Hund und Katze Faustformel 4 x im Jahr!

In diesem Video erfahren Sie warum eine regelmässige Entwurmung von Hund und Katze wichtig ist. Wir beraten Sie gerne zu den individuell sinnvollen Intervallen und bei der Wahl des geeigneten Präparates.